Feuerwehr und Rettungsdienst Hand in Hand
Die Drehleiter ist ein wichtiges Rettungsmittel
Am vergangenen Wochenende gab es eine besondere Kooperation von BRK und Feuerwehr, denn beide Blaulichtorganisationen übten gemeinsam die Möglichkeiten und Grenzen einer Drehleiter. Insgesamt 16 Notfallsanitäter-Azubis sowie die Berufsanfänger des kommenden Jahres ließen sich hierzu von einem Team der FFW Waldmünchen unterweisen, am Ende winkte natürlich auch noch eine Fahrt mit der Drehleiter in luftige Höhen.
Einen ganzen Vormittag nahmen sich die Einsatzkräfte der beiden Blaulicht-Organisationen Zeit, um mit der Drehleiter zu üben und die Möglichkeiten und Grenzen einer Drehleiter-Rettung auszuloten. Das besondere Schulungsprogramm lag in den Händen von BRK-Praxisanleiter Benedikt Gruber und einigen Kameraden der FFW Waldmünchen mit deren stellvertretendem Kommandanten Stefan Nachtmann. Den Schwerpunkt des Azubi-Übungstages bildeten die Drehleiter mit sämtlichen Anbau- und Transportteilen wie Schleifkorbtrage, Schwerlasttrage und Flaschenzug. Gerade die genannten Rettungsmittel sind bei Einsätzen des Rettungsdienstes des Öfteren von Nöten und verlangen ein gutes Zusammenspiel von Rettungsdienst und Feuerwehr, wenn es um Einsätze in Obergeschossen von Häusern geht. Die neue Drehleiter der FFW Waldmünchen kann am Korb bis zu 500 Kilogramm aufnehmen, die Schwerlasttrage bis zu 300 Kilogramm. Wenn der Rettungsdienst eine Person in einem Haus versorgen und abtransportieren muss und dies wegen beengter oder verwinkelter Verhältnisse nicht über eine Treppe bewerkstelligt werden kann, wird regelmäßig die Feuerwehr hinzugerufen. Eine optimale Zusammenarbeit ist daher besonders wichtig. Und das kann nur funktionieren, wenn beide Seiten voneinander wissen. Die Drehleiter wurde an verschiedenen Positionen und auch am Perlsee im Unterflur-Betrieb ausgetestet. Und am Ende gab es natürlich auch noch eine Fahrt in bis zu 30 Metern Höhe hinauf. Daher war der Azubi-Vormittag, der letztlich rund vier Stunden dauerte, eine gute Sache für alle Beteiligten. Für die Stadt Waldmünchen dankte 2. Bürgermeister Martin Frank für den Einsatz und die große Übungsbereitschaft der beiden Blaulichtorganisationen. Denn dies stärke letztlich auch die Sicherheitslage in der Gemeinde.