Über 25.000 Euro wurden im Jahr 2025 investiert

16.01.2026
Feuerwehr
In der Jahreshauptversammlung wurde umfassend Bilanz gezogen

Viele Einsätze und viel investiert

 

Insgesamt 117 Mal ist die FFW Waldmünchen im vergangenen Jahr ausgerückt und hat dabei 2.047 ehrenamtliche Einsatzstunden aufgebracht. Und auch der Feuerwehrverein hat Großes vollbracht: Neben einem tollen Fest zur Weihe von gleich drei Einsatzfahrzeugen wurden insgesamt mehr als 25.000 Euro in Ausrüstung und Gerätschaften investiert. Dies wurde bei der Jahresversammlung mit diversen Ehrengästen deutlich.

Eine besonders beeindruckende Zahl stellt Vorsitzender Benjamin Schlegl gleich an den Anfang seiner Ausführungen: So sind gut 10.000 ehrenamtliche Stunden für das Jahr 2025 registriert, außerdem 250 Termine. Viele Ehrengäste konnte er zur Versammlung begrüßen, darunter KBI Norbert Auerbeck, KBM Andreas Bierl sowie Bürgermeister Markus Ackermann. Von Seiten anderer Hilfs- und Sicherheitsorganisationen folgten Polizeihauptkommissarin Bianca Drechsel und Andreas Biebl für das BRK der Einladung. Nach dem Totengedenken zog der Vorsitzende eine Bilanz über das abgelaufene Kalenderjahr. So gab es die große Fahrzeugweihe an Pfingsten, bei 250 registrierten Terminen sei an 70 Prozent aller Kalendertage immer etwas mit Feuerwehr gewesen. Er stellte die Worte Zusammenhalt, Vertrauen, Offenheit und Verlässlichkeit in den Mittelpunkt seiner Ausführungen und ließ wichtige Termine anhand von Fotos Revue passieren. Im Jahr 2025 konnten insgesamt 17 neue Mitglieder in die Waldmünchner Wehr aufgenommen werden. Trotz neun Todesfällen und neun Austritten habe man die Mitgliederzahl stabil bei 518 halten können. Gleichzeitig warb der Vorsitzende darum, neue Mitglieder zu gewinnen, bei einem erschwinglichen Jahresbeitrag von 16 Euro. Als besondere Höhepunkte im Vereinsgeschehen nannte er viele Kontakte mit der befreundeten tschechischen Wehr in Klentsch, den Feuerwehrball und das Maibaumfest. Die Wehr sei das ganze Jahr über in zahlreichen Aktionen, Übungen und Einsätzen gefordert. Deshalb bedankte sich Benjamin Schlegl genauso wie Kommandant Michael Bierl bei allen Aktiven, den Jugendbetreuern, dem Gerätewart und bei allen Ausschussmitgliedern. Stadtverwaltung, Stadtrat und Bürgermeister sowie den Führungskräften dankte er für die Unterstützung.

Die Seite der aktiven Truppe bilanzierte sodann Kommandant Michael Bierl und er berichtete von insgesamt 117 Einsätzen (2024: 122), darunter finden sich 35 Brandeinsätze, 76 Technischen Hilfeleistungen, zwei Gefahrstoffeinsätze und vier Sicherheitswachen. Die meisten Einsätze waren dabei im Juli zu verzeichnen. Ein Schwerpunkt wurde auf die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte gelegt. „Zahlreihe Kameraden haben Lehrgänge auf Standortebene oder aber an einer Feuerwehrschule besucht. Auch die Quote der Atemschutzträger ist sehr gut“, so Michael Bierl. Natürlich gab es auch einen Rückblick auf besonders markante Einsätze und hier stachen ein Waldbrand am Zwirenzel, Brände in Herzogau und im Feriendorf sowie ein Ölunfall in der Kläranlage und ein umgekippter LKW bei Prosdorf hervor. Anhand von Bildern konnte auf die wichtigsten Ereignisse im Einsatzbereich zurückgeblickt werden. Die Aktiven haben insgesamt 7.962 Einsatz-, Übungs- und Arbeitsstunden absolviert. Mit den Einsatzfahrzeugen wurden über 22.629 Kilometer zurückgelegt. Der Fuhrpark verjüngte sich dank der Investitionen der Stadt auf ein Durschnittsalter von 11,2 Jahren (2015: 27,3 Jahre). Aber Kommandant Bierl blickte auch auf die kommenden Monate, wenn die Atemschutzausrüstung Stück für Stück erneuert werden muss und Rauchmelder in der Feuerwache installiert werden.

Im weiteren Versammlungsverlauf berichtete der Vorsitzende von über 25.000 Euro, welche in Ausrüstung und Gerätschaften investiert wurden. Eine derart hohe Investitionssumme habe es lange Zeit nicht mehr gegeben. So finanzierte der Feuerwehrverein die Anschaffung eines Akku-Rettungssatzes, eines Kettensatzes und beteiligte sich beim Ausbau des neuen Mannschaftstransportwagens sowie einer Wärmebildkamera. „Der Mannschaftstransportwagen ist Gold wert, er wird überaus häufig verwendet und schließt die Lücke bei Fahrzeugen, die mit einem Pkw-Führerschein gefahren werden können.“

Für die Jugendarbeit berichtete Jugendwart Martin Hiob, der zusammen mit seinem Team 46 Übungstage und 873 Stunden registrierte. Seine Jugendlichen nahmen auch an Wettbewerben teil und unterstützten tatkräftig die große Fahrzeugweihe an Pfingsten. Im Kassenbericht wurde dann deutlich, dass der Verein massiv investiert hatte, weswegen ein Minus von zirka 15.000 Euro für das abgelaufene Jahr zu verzeichnen war. Dank vieler Spenden und guten Vereinsfesten war aber ausreichend Polster da, um diese Investitionen stemmen zu können. Kassenprüfer Walter Urban bescheinigte den beiden Kassenwarten eine einwandfrei geführte Kasse, so dass einstimmig die Entlastung erfolgen konnte.

In den Grußworten hatte Bürgermeister Markus Ackermann wieder viel Lob für die Stützpunktwehr dabei. „Es ist Premium, was wir heute gehört haben, die Zahlen lassen vor Ehrfurcht erstarren und zeugen von Leidenschaft und Qualität.“ Die Wehr leiste einen guten Beitrag für die Lebensqualität in der Stadt und halte die Kooperation mit Tschechien hoch. Ausdrücklich dankte er auch für das schnelle und umsichtige Handeln beim Ölunfall in der Kläranlage, wodurch noch Schlimmeres verhindert werden konnte. Da es die letzte Jahreshauptversammlung von Markus Ackermann als Bürgermeister war, dankte ihm die Wehr mit einem Geschenk für ihn und seine Frau Petra. KBI Norbert Auerbeck zeigte sich beeindruckt von dem, was alles geleistet wurde und gab sodann einen kleinen Abriss über das Geschehen im Inspektionsbereich. Sein Kollege KBM Andreas Bierl wiederum sprach von einer gut ausgebildeten Truppe und einer jungen aktiven Mannschaft. „Alle Ehrenämter sind wichtig, aber Feuerwehr ist noch eine Schippe oben drauf“, so sein Fazit. Für die Polizeistation sprach Polizeihauptkommissarin Bianca Drechsel, die das gute Miteinander betonte und die zwei Einsätze herausgriff, bei denen die Zusammenarbeit besonders wichtig war. Sie unterstrich außerdem, dass Gewalt gegen Einsatzkräfte überhaupt nicht toleriert werde. Andreas Biebl überbrachte die Grußwurte des BRK: „Alles geht Hand in Hand, ohne Beschwerden, die neue Drehleiter ist eine echte Bereicherung.“ Die Versammlung endete schließlich mit einem Blick auf kommende Termine, wo mit dem Feuerwehrball am Samstag schon ein neuerlicher Höhepunkt ansteht.