Eine Evakuierungs-Übung in einer besonderen Einrichtung
Teilevakuierung der Förderstätte
Die Förderstätte der Barmherzigen Brüder ist eine besondere Einrichtung im Stadtgebiet und so ist auch ein Einsatz in diesem Gebäude für die Rettungskräfte etwas Besonderes, sollte es zu einem Brand oder anderen Unglücksfällen kommen. Deshalb fand am 31. Oktober eine Teilevakuierung des Gebäudes als Übung statt, damit Personal und beteiligte Einsatzkräfte bestimmte Abläufe einüben und routinieren konnten. Die Bewohner jedenfalls fanden die Übung äußerst interessant und machten eifrig mit.
Teile der Förderstätte sind auch am Wochenende belegt, denn dort dient ein Gebäude als Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Und so bot es sich für die Rettungskräfte an, am Vormittag des 31. Oktober die Einrichtung in Waldmünchen zu beüben. Hierzu kamen der Rettungsdienst, die Feuerwehren aus Ast und Waldmünchen sowie KBI Norbert Auerbeck und KBM Andreas Bierl. Die Übung war im Vorfeld zusammen mit dem Brandschutzbeauftragten Ludwig Strahl und weiteren Verantwortlichen ausgeklügelt worden und sollte mit einem Auslösen eines Rauchmelders in einem Zimmer des Wohnheims beginnen. Das Personal ist im Bereich der Brandschutzhelfer gut ausgebildet und hat daher erste Maßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte getroffen. Die Feuerwehr Waldmünchen rückte mit Einsatzleitwagen, Drehleiter, Tanklöschfahrzeug und HLF 20/16 an und stellte zusammen mit der FFW Ast mehrere Atemschutzgeräteträger. Diese sollten sodann den Brandherd lokalisieren und Löschmaßnahmen ergreifen. Außerdem sollten mehrere Personen aus der Einrichtung gerettet bzw. evakuiert werden. Dies klappte nicht nur mit dem Equipment der Feuerwehren, sondern auch mit speziellen Matratzen, welche für die Bewohner bereitgehalten werden. Diese haben bereits Schlaufen fest installiert, und so konnten liegende Bewohner auf der Matratze direkt ins Freie verbracht werden. Für die Übung wurde außerdem die Drehleiter in Position gebracht, um den simulierten Brand von oben löschen zu können. Und am Ende fehlte dann noch eine Bedienstete, welche von den Atemschutzträgern gefunden und nach draußen verbracht werden musste.
Nach rund einer Stunde war die Übung beendet und die Einsatzkräfte trafen sich gemeinsam mit einigen Bewohnern im Aufenthaltsraum. Dort resümierte Ludwig Strahl seine Beobachtungen und dankte den Einsatzkräften für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Man befinde sich auf einem hohen Level, aber an Kleinigkeiten könne immer noch gearbeitet werden. Er zeigte sich zufrieden und lobte auch das dortige Personal. Ähnlich sah dies Markus Niemeier als Leiter der Waldmünchner Förderstätte. Er sei froh um die freiwilligen Feuerwehren und die gute Zusammenarbeit. Bei einer anschließenden Brotzeit konnten sich die beteiligten Einsatzkräfte noch stärken und die Bewohner hatten viel zu schauen an diesem ereignisreichen Vormittag.