Waldmünchener Feuerwehrball wieder gut besucht

27. Januar 2018
Freizeit Vereinsleben
Rauschende Ballnacht mit der "Bavaria-Band" und einer Einlage.

Ein „Feuerwehrzirkus“ in schwarz-weiß

Fast 350 Gäste besuchten den traditionellen Feuerwehrball der FFW Waldmünchen am 27. Januar in der TV-Halle und zeigten damit ihre Verbundenheit zur Stützpunktwehr. Auch viele junge Tänzerinnen und Tänzer besuchten den schwarz-weiß-Ball und probierten sich im kürzlich Erlernten. Die Stimmungshochburg war an diesem Abend ganz klar in der TV-Halle und in diese fanden viele Abordnungen von anderen Vereinen, darunter wie gewohnt eine stattliche Abordnung von Feuerwehrlern aus der tschechischen Nachbarstadt Klentsch zusammen mit Bürgermeister Jan Boczeck. Vorsitzender Benjamin Schlegl hieß die Gäste willkommen ebenso wie Bürgermeister Markus Ackermann mit seiner Gattin sowie diverse Stadträte und Ortswehren aus der Umgebung. Landrat Franz Löffler ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, an diesem Abend das Tanzbein kräftig mit seiner Frau Andrea zu schwingen. Ein besonderer Willkommensgruß galt einer kleinen Delegation aus dem oberbayerischen Pflugdorf-Stadl, welche definitiv die weiteste Anreise hatte. Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Beteiligten für die Vorbereitungen dieser Ballnacht und sprach von einer super Teamleistung. Das Barteam und die Mitwirkenden bei der Einlage bekamen im Vorfeld als kleines Dankeschön selbst gefertigte Holzfliegen. Und so konnte man viele Wehrmitglieder mit diesem besonderen Accessoire dann auch sehen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte zum ersten Mal die „Bavaria-Band“ mit einem breitgefächerten Musikrepertoire, so dass jeder Tanzwütige auf seine Kosten kam. Die Tanzfläche war auch bei klassischen bayerischen Runden bestens gefüllt und die vielen Gäste nutzten die Gelegenheit, kräftig das Tanzbein zu schwingen. Die Tanzkursabschlussschüler von Mittel- und Realschule noch einmal speziell zum Ball einzuladen, erwies sich als Volltreffer. Fast 40 Schülerinnen und Schüler bereicherten den Feuerwehrball und konnten so ihre Tanzkenntnisse vertiefen. Für Bürgermeister Markus Ackermann war die große Abordnung der Feuerwehr aus Klentsch eine ganz besondere Freude, denn „so funktioniere die Städtepartnerschaft am besten“. Mittlerweile zählt auch sein Amtskollege Jan Boczeck zu den Stammgästen auf dem Ball. Umgekehrt nimmt Ackermann auch immer am Ball der Feuerwehr Klentsch teil.

Zum Höhepunkt des Feuerwehrballes hatten einige Mitglieder wieder eine große Einlage vorbereitet. So wurde in diesem Jahr das Motto „Feuerwehrzirkus“ auserkoren, mit welchem die Zuschauer nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Staunen gebracht werden sollten. Für die Feuerwehrler ist das Ganze zwar immer ein riesiger Aufwand, aber auch die Möglichkeit, verdeckte schauspielerische Talente zu zeigen. Und so prangerte über der Bühne ein großes Schild mit dem Aufdruck „Feuerwehrzirkus“, welches die Neugier der Zuschauer erweckte. Durch den Zirkus-Abend führte als Moderator Presentatore Mattone (Matthias Heimann), der in seiner Begrüßung jedoch gleich die Erwartungen dämpfte: „Wir bieten Ihnen heute ein buntes Repertoire an guter Unterhaltung, an schlechten Witzen, an dicken Menschen und an abartigen Tanzvorführungen.“ Als erstes zeigte Dompteur Alessandro (Alexander Weingärtner), dass er seine Viecher nicht wirklich unter Kontrolle hat. Wild hüpften diese durch den Ballsaal und belästigen die Besucher an den Tischen. Da half auch seine Peitsche nicht wirklich weiter. Erst ein ordentlicher Pfiff beendete das wilde Spektakel. Und dann musste auch noch Bürgermeister Markus Ackermann im „Brüllwettbewerb“ gegen Esel, Hahn und Löwe antreten. Durch einen ordentlichen Schrei zeigte er, wer hier der Chef im Stall ist. Mit Blick auf aktuelle Gegebenheiten ermahnte Alessandro das Publikum: „Wenn Ihnen in nächster Zeit der Wolf aus dem Naturpark über den Weg rennt: Brüllen Sie ganz laut und rufen Sie nach Ihrer Feuerwehr.“ Mit der zweiten Zirkusnummer entführte Magier Hans Harteisen (Johannes Eisenhart) die Besucher in seine Zauberwelt und sorgte für so manches Staunen. Die Nummer mit dem Seil ist zwar ein echter Klassiker, jedoch nach wie vor faszinierend. Für den Bürgermeister zauberte er am Ende noch einige „Blanko-Zuschussbescheide“ von Finanzminister Markus Söder aus dem Hut. Die benötigten Beträge, so der Magier, dürfe er sich dann selber eintragen. So ein Verfahren kenne man ja bereits von anderen Städten. Mit einer Tanznummer des Traumtänzerpaares „Joni & Michi“ präsentierte der Feuerwehrzirkus sodann, was zwei Männer mit komischen Hosen bewirken können. Die Nummer sorgte für jede Menge Gelächter und war angelehnt an eine Szene aus der Serie „Der Prinz von Bel Air“. In der vierten Nummer zeigte der Künstler Luciano Grocci (Jürgen Lampatzer) aus der Bierhauptstadt Kulmbach, dass man mit Bierflaschen auch Musik machen kann, dies allerdings zum Nachteil der eigenen Gesundheit. Am Ende war er völlig betrunken und für eine musikalische Darbietung nicht mehr zu gebrauchen. Zum krönenden Abschluss trat eine eigene Tanzgarde auf, welche im Vorfeld einen Gardetanz mühevoll einstudiert hatte. Der Moderator hierzu: „Dem Zirkus-Management war die Verpflichtung einer Tanzgarde viel zu teuer. Und so haben sie sich entschieden, die Beine selbst in die Hand zu nehmen.“ Die selbst geschaffene Feuerwehrtanzgarde beendete die Einlage schließlich und der Moderator lud noch zu einem Umtrunk in die Blaulichtbar.

Gegen 22.30 Uhr öffnete diese ihre Pforten und die Gäste konnten sich mit diversen Cocktails und Longdrinks eindecken. Das Barteam hatte die Bar bis in den frühen Morgen geöffnet, so dass niemand verdursten musste. Insgesamt war die Wehr sehr zufrieden mit dem Verlauf des Balls und der Resonanz der Besucher, obwohl an diesem Abend in der Umgebung zeitgleich weitere Bälle stattgefunden hatten.