Mitglieder beim 152. Jahrestag geehrt

25. November 2017
Vereinsleben
Viele Mitglieder wurden geehrt für lange Mitgliedschaften und ernannt.

Infiziert mit dem „Virus Feuerwehr“

 

Zum 152. „Geburtstag“ der Waldmünchener Feuerwehr gab es am vergangenen Samstag wieder eine große Anzahl an Ehrungen. Deutlich wurde, auf wie vielen Feldern die Wehr ehrenamtlich tätig ist und sich keine Sorgen um den Nachwuchs machen muss. Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck konnte außerdem einige Mitglieder für 25 jährige aktive Dienstzeit besonders ehren.

Genau am 26. November vor 152 Jahren wurde der Aufruf im „Dirrmaaler Wirt“ zur Gründung einer Wehr erlassen. Traditionell nimmt die FFW Waldmünchen ihren Geburtstag zum Anlass, um wieder verdiente langjährige Mitglieder zu ehren. Der Jahrestag startete traditionell mit dem Besuch der Vorabendmesse in der Waldmünchener Stadtpfarrkirche, in welcher den verstorbenen Mitgliedern gedacht wurde. Begleitet von den beiden Vereinsfahnen marschierte die Wehr ins Gotteshaus und anschließend wieder in das Gerätehaus. Zur Eröffnung des Jahrestages stellte schließlich Vorsitzender Benjamin Schlegl im Florianstüberl fest, dass es immer gut sei, derer Menschen zu gedenken, die den Verein groß gemacht haben, mit denen man gelebt, gearbeitet und gefeiert habe. Besonders begrüßen konnte Benjamin Schlegl eine Reihe von Ehrengästen, darunter KBI Norbert Auerbeck, KBM Andreas Bierl, EKBM Hermann Bierl, Ehrenkommandant Josef Nachtmann und Ehrenvorsitzenden Walter Urban. Auch Bürgermeister Markus Ackermann zeigte mit seiner Anwesenheit die Verbundenheit zur Wehr. Welch große Bedeutung die Wehr im Gemeindebereich hat, stellte Schlegl klar: „Die Feuerwehr Waldmünchen steht für Heimatverbundenheit und bürgerliches Engagement im kulturellen und sozialen Bereich. Sie ist rund um die Uhr ein Garant für Sicherheit.“ So dürften bei einem Ehrenabend auch einmal diejenigen in das Rampenlicht zu gerückt werden, die als aktive Feuerwehrler selbstlos und engagiert für andere da seien. Und der Vorsitzende weiter: „Umso wichtiger ist es, all die Personen zu ehren, die sich schon viele Jahre für die Belange der Wehr einsetzen, egal ob als aktive, passive oder fördernde Mitglieder.

Dem Vereinsvorsitzenden Benjamin Schlegl oblag es, zahlreiche passive Mitglieder für langjährige Treue zu ehren. Auch um den Nachwuchs muss sich die Waldmünchner Wehr derzeit wenig Sorgen machen. Kommandant Stefan Nachtmann ernannte junge Nachwuchskräfte zum Feuerwehrmann und außerdem zwei weitere Personen nach fünfjähriger aktiver Dienstzeit zum Oberfeuerwehrmann. Außerdem wurde ein Mitglied mit der Einsetzung als Gruppenführer zum Löschmeister ernannt. Diverse Personen konnten das Dienstaltersabzeichen für langjährige aktive Dienstzeit, beginnend mit dem Eintritt zumeist als Jugendliche, in Empfang nehmen.

Für 25-jährige aktive Dienstzeit konnte Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck insgesamt drei Mitglieder mit einer staatlichen Ehrung auszeichnen und eine Urkunde von Innenminister Joachim Herrmann übergeben. Jeder einzelne dieser Geehrten hatte nicht nur zahlreiche Lehrgänge besucht, sondern brachte sich auch in vielfältiger Weise in das Vereinsgeschehen ein. Kreisbrandmeister Andreas Bierl konnte den Geehrten deshalb das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber an die Uniform anheften.

Bürgermeister Markus Ackermann sprach der Wehr sein Kompliment aus: „Es war eine tolle und würdevolle Veranstaltung, die sehr gut besucht ist. Man spürt das es bei euch funktioniert.“ Die Sicherheit rund um die Uhr sei ein hohes Gut für die Bevölkerung und die FFW Waldmünchen stelle dieses mit großer Kompetenz und auf sehr hohem Niveau sicher. Er vergaß aber auch nicht, das gesellschaftliche Engagement der Wehr hervorzuheben und nannte mit Maibaumfest oder Feuerwehrball nur zwei Punkte, „die das Waldmünchener Kulturleben so bereichern.“ Außerdem pflege die FFW Waldmünchen beste Kontakte zu tschechischen Wehren, er nannte dabei die alljährlichen Besuche des Feuerwehrballs in Klentsch, welche „legendär“ seien. Das Stadtoberhaupt beglückwünschte die Geehrten und zollte ihnen hohen Respekt: „Die Gemeinde Waldmünchen kann stolz sein auf so eine aktive Wehr. Ich bin ein wahrer Fan der Feuerwehr!“ Die gute Zusammenarbeit zwischen allen Generationen, die Pflicht von Einsätzen und der stetigen Fort- und Weiterbildungen fasziniere ihn. „Da kann man wirklich vom Virus Feuerwehr reden, im guten Sinne!“ KBI Auerbeck erfreute das Zusammenspiel von Jung und Alt, wenn man sehe, dass auf der einen Seite junge Feuerwehrleute ernannt werden und auf der anderen die älteren und ehemaligen langjährigen Aktiven geehrt werden. Schließlich nutzte noch KBM Andreas Bierl die Gelegenheit, Grußworte zu sprechen und mahnte: „Auch wenn wir in Waldmünchen aktuell keinerlei Nachwuchsprobleme haben, so soll man trotzdem weiter auf Mitgliederfang gehen und für die Feuerwehr werben.“ Er wünschte weiterhin viel Spaß bei der Arbeit in der Feuerwehr, guten Zusammenhalt.

In seinen abschließenden Worten gratulierte Benjamin Schlegl den Geehrten und Ernannten und wünschte für die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit. „Ohne solche aktive und treue Mitglieder könnte ein Verein nicht bestehen.“

 

Ehrungen:

Passive Mitgliedschaft:

25 Jahre: Thomas Kagermeier, Wilfried Lampatzer, Michael Schwebs, Franz Guldan, Josef Platzer, Klaus Zangl, Franz Josef Lintl, Rainer Wolf, Franz Kehl;

40 Jahre: Albert Lechner, Manfred Koch, Richard Knopf, Fritz Messbauer, Walter Kirchner, Adolf Hetzl, Klaus Gruber, Günther Gruber, Josef Graßl, Gerhard Graßl, Rudolf Fellerer, Gottfried Knopf, Max Ederer, Hans Paulus, Johann Robl, Heinrich Stautner, Heinz Müller;

50 Jahre: Peter Wagner, Emil Rieß, Richard Ruhland;

55 Jahre: Max Laubmeier, Johann Riederer;

 

Ernennungen:

Zum Feuerwehrmann: Haßfurter Katharina; Heimann Matthias, Hetzl Anna, Thomas Roßmann, Dirk Kirsten;

Zum Oberfeuerwehrmann: Hiob Martin, Zwing Markus;

Zum Hauptfeuerwehrmann: Martin Eidenhart;

Zum Löschmeister: Michael Danzer;

Dienstaltersabzeichen der Wehr:

Andreas Dietl, Roswitha Haas (10 Jahre); Andreas Bierl, Martin Kreuzer (20 Jahre); Dirk Kirsten, Peter Liegl, Alexander Weingärtner, Jürgen Weingärtner (30 Jahre);

 

Staatliche Ehrungen für 25-jährige aktive Dienstzeit:

Sabine Auerbeck, Edith Liegl, Anna Gruber;