Gemeinschaftsübung bei Firma Stoll in Ast

26. Oktober 2017
Übungen
Zehn Wehren üben gemeinsam.

Zehn Wehren üben gemeinsam

Rundum zufrieden zeigten sich Bürgermeister Markus Ackermann und die Feuerwehrführung mit dem Übungsverlauf von zehn Feuerwehren am 26. Oktober 2017 bei der Firma Stoll in Ast. Dort wurde ein Brand im ehemaligen Schulgebäude angenommen, mehrere Personen galten als vermisst. Mit insgesamt drei Förderleitungen wurde Wasser für den Löschangriff herbeibefördert.

Es war die zweite große Übung im KBM-Bereich Waldmünchen in 2017 und zugleich eine nicht unerhebliche Herausforderung für die eingesetzten Wehren. Am Donnerstagabend setzte KBM Andreas Bierl über Funk die Feuerwehren Althütte, Ast, Hocha, Höll, Prosdorf, Schäferei, Spielberg, Ulrichsgrün, Untergrafenried und Waldmünchen in Bewegung und informierte über einen angenommen Brand bei der Firma Stoll im ehemaligen Schulgebäude. Mehrere Personen galten als vermisst. Auf und rund um das Firmengelände überwachten die Kreisbrandmeister Michael Sturm und Manfred Schneider sowie Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck die Arbeit der Wehren. Als erste traf naturgemäß die Feuerwehr Ast am „Brandobjekt“ ein und zapfte sofort die nahegelegene Zisterne zur Wasserversorgung an. Gleichzeitig konnte mit Hilfe einer Steckleiter eine erste Person vom ersten Stock gerettet werden. Nach und nach trafen weitere Ortswehren ein und bauten insgesamt drei lange Förderstrecken auf. Das Wasser wurde dabei aus der Schwarzach sowie einem Löschweiher in der Ortschaft entnommen. Durch die Feuerwehr Hocha musste auf der Hauptdurchfahrtsstraße auch eine Schlauchbrücke erstellt werden, damit Fahrzeuge die Straßen passieren konnten. Der Feuerwehr Waldmünchen oblagen die Personenrettung und die Brandbekämpfung. So suchten insgesamt drei Atemschutztrupps nach den vermissten Personen. Von diesen konnten drei im zweiten Obergeschoss ausfindig gemacht und sofort ins Freie verbracht werden. Außerdem wurden mit Hilfe der Drehleiter weitere Personen aus dem zweiten Obergeschoss gerettet. Durch diverse Bäume in der Nähe der Fassade waren beim Maschinisten der Drehleiter ganz schön viel Geschicklichkeit und Feingefühl nötig; aber die Situation wurde souverän gemeistert. Innerhalb kürzester Zeit konnten alle vermissten Personen gerettet werden.

Bei der anschließenden Einsatzbesprechung bescheinigten KBM Michael Sturm und KBI Norbert Auerbeck, dass die Schlauchleitungen sauber am Straßenrand verlegt und dass die Schlauchbrücken richtig installiert worden waren. Auerbeck freute sich, dass zusammen geübt werde, denn nur so könne das Ziel, den Menschen zu helfen, erreicht werden. KBM Manfred Schneider beaufsichtigte die Personenrettung und zog das Resümee, dass alles toll funktioniert habe. Für KBM Andreas Bierl, der zusammen mit dem Kommandanten der FFW Ast, Markus Zwing, die Übung ausgearbeitet hatte, zahlen sich die häufigen Übungen aus: „Die Trennung in Gruppen im Digitalfunk hat sehr gut funktioniert. Auch haben die einzelnen Wehren viele Rückmeldungen gegeben.“ Er erwähnte noch, dass insgesamt rund 600 Meter Schlauchleitung verlegt worden waren. Als Vertreter des „Brandleiders“ beobachtete auch Geschäftsführer Christoph Zistler den Übungsverlauf. Er dankte den Ehrenamtlichen für die geopferte Zeit und sprach von einem beruhigendem Wissen: „Nur wer übt, kann rasche und schnelle Hilfe leisten.“ Zuletzt ergriff Bürgermeister Markus Ackermann das Wort. Die Übung sei gewohnt souverän und routiniert verlaufen, so Ackermann. „Ihr seid ein Team, das sich aufeinander verlassen kann. Die Stadt ist stolz auf euch!“ Er komme genauso wie Polizeihauptkommissar Bernhard Schmid gerne zu den Übungen. Am Ende spendierte die Firma Stoll electronic noch Getränke an die rund 100 Beteiligten.