Übung am Campingplatz

22. September 2017
Übungen
7 "Verletzte" wurden gerettet

Campingplatz als Übungsobjekt

 

Die Explosion von Gasflaschen wurde als Übungsszenario im Rahmen der Aktionswoche für die Feuerwehren im Gemeindegebiet von Waldmünchen am 22. September angenommen. Die beteiligten Wehren legten insgesamt zwei Schlauleitungen und retteten sieben Personen. Die Führungskräfte zeigten sich mit dem Übungsverlauf zufrieden.

 

Diverse Campinggäste verfolgten zusammen mit Bürgermeister Markus Ackermann und Polizeihauptkommissar Bernhard Schmid den Verlauf der Übung am Perlsee. Pünktlich um 18.15 Uhr setzte KBM Andreas Bierl die beteiligten Wehren in Bewegung. Angenommen wurde eine Explosion am Campingplatz mit unklarer Lage. Mehrere Personen galten als vermisst. Auch drohte der angrenzende Wald zu brennen. Daher bauten die Ortswehren sehr zügig zwei Schlauchleitungen auf, das Wasser wurde von den Feuerwehren Prosdorf und Schäferei aus dem Perlsee am Bootsanleger entnommen. Währenddessen nahm ein erster Trupp unter Atemschutz am Gelände Messungen vor. Nachdem dieser Trupp Entwarnung geben konnte, suchten insgesamt drei Atemschutztrupps nach den Vermissten. Diese waren größtenteils in den Wasch-/ und Baderäumen und konnte von den Feuerwehrlern zügig gerettet werden. Insgesamt sieben Personen wurden aus dem angenommenen Gefahrenbereich gebracht. Nach rund einer Stunde konnte die Übung für beendet erklärt werden.

In der Abschlussbesprechung sprach KBM Andreas Bierl von einem „ungewöhnlichem Objekt“, das zur Überraschung mancher sehr weitläufig sei. Er erklärte die Ausgangslage und sprach den beteiligten Wehren ein Lob für die gute Arbeit aus. In die gleiche Kerbe stießen auch KBI Norbert Auerbeck, KBM Christian Bauer und KBM Manfred Schneider, welche die einzelnen Abschnitte genau beobachteten. Bewährt hatte sich nach Ansicht aller auch die Trennung des Funks auf verschiedene Gruppen/Kanäle. Das Übungsgeschehen wurde von Kräften der FFW Waldmünchen genau dokumentiert. Die Feuerwehr Spielberg legte Schlauchbrücken und sicherte diesen Bereich bestens ab. Bürgermeister Markus Ackermann zeigte sich begeistert und dankte für den Einsatz der Ehrenamtlichen: „Es war eine topp Leistung, die Wehren arbeiten bestens zusammen. Die Bevölkerung in Waldmünchen kann sich absolut sicher fühlen“, so das Stadtoberhaupt. Er wünschte den beteiligten rund 100 Feuerwehrlern, auch künftig dabei zu bleiben und stets unfallfrei zurückzukommen. Für KBI Norbert Auerbeck zahlen sich derartige Gemeinschaftsübungen aus. Es sei ruhig und diszipliniert gearbeitet worden, der Zusammenhalt werde dadurch gestärkt. „Wir arbeiten alle auf gleicher Ebene zusammen, es gibt keine Hierarchien“, so Auerbeck. Dem Dank schlossen sich PHK Bernhard Schmid und die Betreiberfamilie Manner an.