Traditionelles Hallenfest gefeiert

27. August 2017
Freizeit Vereinsleben
Wie alle Jahre wurde Sonntag und Montag, mit Kesselfleisch gefeiert.

Wenn Chemieschutzträger eine gelbe Flüssigkeit verteilen…

Beim Hallenfest der FFW Waldmünchen am 27. und 28. August nahmen aufgrund des guten Wetters viele Gäste vor den Hallentoren Platz und konnten so einige gemütliche Stunden verbringen. Die vielen Helfer kredenzten eine reichhaltige Auswahl an Speisen und das süffige Bier der Brauerei Naabecker. Am Abend zeigte die Wehr im Rahmen einer eher lustigen Übung einige Komponenten aus Gefahrguteinsätzen und verteilte die gelbe Flüssigkeit an die Besucher.

Die Feuerwehrler hatten wieder alle Fahrzeuge aus den Hallen gefahren, um Platz zu schaffen für Biertisch & Co. Das Gerätehaus wurde quasi zum Bierzelt umfunktioniert in Mitten der ringsum aufgereihten Einsatzkleider und Einsatzhelme. Aufgrund des guten Wetters wurde der Vorplatz zum Biergarten, der den ganzen Tag über gut frequentiert war. Für die musikalische Unterhaltung war am Sonntagabend durch Alleinunterhalter „Klausthaler“ gesorgt. Beliebt seit vielen Jahren ist die Möglichkeit, am Sonntagmittag Schweinebraten mit Knödel und Salat zu erwerben, und auch in diesem Jahr gingen zahlreiche Portionen über den Tresen. Die Metzgerei Ruhland hatte das Mittagessen zubereitet und unterstützte auch beim Kesselfleisch am Montag.

Auch am Nachmittag war für die Kinder etwas geboten: Während die Eltern den Tag mit Kaffee und Kuchen genießen konnten, durften die Kinder sich selbst als Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrdame betätigen: Die FFW Waldmünchen lud zum Umspritzen von Dosen ein. Die Kinder mussten dabei mit einem Strahlrohr zahlreiche Blechdosen von einem Biertisch spritzen. So verging der Tag am Feuerwehrhaus wie im Flug. Am Abend demonstrierte eine Mannschaft der FFW Waldmünchen einige Komponenten aus dem Ablauf eines Gefahrguteinsatzes, allerdings auf eher lustige Art und Weise. Andreas Bierl moderierte den Ablauf und erklärte einzelne Gerätschaften. Angenommen wurde der Auslauf einer unbekannten Flüssigkeit im Schankbereich. Daher rückte das HLF 20/16 direkt vor den Augen der Besucher am Halleneingang an. Ein erster Trupp unter Atemschutz „rettete“ eine Person, führte Gasmessungen durch und sperrte den Gefahrenbereich ab. Dann konnte das Einkleiden von zwei Chemieschutzträgern beobachtet werden. Diese stellten schließlich fest, dass die Flüssigkeit unbedenklich und trinkbar sei. Anschließend verteilte der Trupp einige Freibiere an die anwesenden Gäste. Das Entkleiden mit Hilfe einer Not-Dekon wurde ebenfalls demonstriert. Die Übung sorgte für Erheiterung bei den Besuchern, lieferte aber auch Informationen über die Arbeit der Wehr.

Der Montagabend war dann geprägt vom traditionellen und allseits beliebten Kesselfleischessen und dem Besuch zahlreicher Vereinsabordnungen. Besonderes begrüßen konnte Vorsitzender Benjamin Schlegl den zweiten Bürgermeister Martin Frank, diverse Feuerwehrführungskräfte sowie zahlreiche treue Gäste aus dem ganzen Landkreis. Bereits am Nachmittag hatten die Feuerwehrler die drei Kessel angeheizt, um das Fleisch zu kochen. Noch vor dem Start der Essensausgabe hatte sich eine lange Schlange vor den Kesseln gebildet. Die Kameraden hatten alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen. Und auch für die musikalische Unterhaltung war mit den „Gibacht Krainern“ bestens gesorgt. Die drei Musiker zeigten bis in den späten Abend ihr Können. Und so gingen die Lichter in den Fahrzeughallen erst nach Mitternacht aus.