125 Jahre FFW Prosdorf - wir waren Pate!

2. Juni 2017
Freizeit Vereinsleben
Vier Tage Tage Fest in Prosdorf!

Als Patenverein die FFW Prosdorf bestmöglich unterstützt

 

Im Jahr 2015 war die FFW Prosdorf noch Patenverein bei unserem Fest zum 150-jährigen Bestehen. Nun im Jahr 2017 war es umgekehrt: Wir standen der FFW Prosdorf bei den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubelfest vom 02. bis 05. Juni zur Seite! Und die Prosdorfer hatten ein wirklich tolles Fest auf die Beine gestellt. Schauplatz des Ganzen war eine Wiese an der Abzweigung nach Moosdorf, wo schon rund eine Woche vorher die Aufbauarbeiten für das Fest begannen. Ein 2000-Mann-Zelt mit Barzelt und Schaustellerplatz wurde aufgebaut.

 

Bei ihrem Gründungsfest selbst hat sich die Wehr als große Gemeinschaft präsentiert, die nicht zur zusammen arbeiten, sondern mindestens genauso gut miteinander feiern kann. Nach Monaten der Vorbereitung folgte am Freitabend der Festauftakt mit der „Party AG“. „Da lou mas kracha“ hatte der Jubelverein als Motto vorgegeben, und natürlich gab auch die FFW Waldmünchen gleich richtig Gas. Schon nach kurzer Zeit standen alle auf den Bänken, sangen und klatschten. Auch die Ehrenpatenvereine aus Ulrichsgrün und Rannersdorf/Zillendorf sorgten für beste Stimmung.

Diese gute Stimmung war auch am Samstag allgegenwärtig, als sich die Mitglieder des Jubelvereins aufmachten, die Honorationen einzuholen. Abgeholt wurden zusammen mit den Patenvereinen Festbraut Lisa Kürzinger, Festmutter Marion Dankerl und dann Schirmherr Peter Mühlbauer von der gleichnamigen Arnschwanger Brauerei. Auch die Ehrenschirmherren Ludwig Schiedermeier und Josef Laubmeier schlossen sich an. Am Nachmittag verblieb dann in Moosdorf noch genügend Zeit für eine Stärkung. Auf dem Weg zum Festzelt vergaß die FFW Prosdorf nicht, an der Magdalenenkapelle aller verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Ohne deren vorbildliches Wirken würde es die FFW Prosdorf heute so nicht geben. Vorsitzender Wolfgang Kürzinger und Kommandant Christian Scheuerer legten eine Blumenschale nieder. Anschließend ging es ins Festzelt, wo Schirmherr Peter Mühlbauer das erste Fass Festbier anzapfte. Nach drei Schlägen floss der Gerstensaft, was gleichzeitig der Startschuss für einen tollen Abend mit den „Bayerwald Sternen“ war.

Am Sonntag meinte es der Wettergott dann nicht ganz so gut mit den Prosdorfern, aber irgendwie bescherten Wolkenlücken auch hier Glück. Trotz regnerischen Wetters hatten sich die Festverantwortlichen entschieden, den Festgottesdienst unter freiem Himmer bei der Schreinerei Ring abzuhalten. „Heute brauchen wir unsere Schirmherren mehr denn je“, begrüßte Johann Liegl die Gottesdienstbesucher, darunter auch Landrat Franz Löffler, Bürgermeister Markus Ackermann, Kreisbrandrat Michael Stahl. Stadtpfarrer Wolfgang Häupl ging in seiner Predigt auf die immer vielfältiger werdenden Anforderungen an die Feuerwehren ein. Einsätze machten vor Feierabend oder Freizeit keinen Halt. Der Geistliche hob die große Kameradschaft innerhalb der FFW hervor. Er segnete dann auch die Fahnenbänder, welche an die Fahnen gehängt wurden. Die Fahnenträger von Waldmünchen und Prosdorf vollzogen den Fahnengruß. Wolfang Kürzinger war sichtlich stolz auf „seine Wehr“: „Unsere Feuerwehr ist keine Eintagsfliege. Sie hat Bestand, weil sie Werte vermittelt.“ Er blickte auf 125 Jahre Feuerwehrgeschichte zurück, eine lange Zeit, in der sich viel verändert habe. Der Zusammenhalt sei jedoch stets geblieben. Bis auf zwei kurze Schauer blieb es während des Gottesdienstes dann doch trocken. Erst bei den Grußworten der Ehrengäste begann es wie aus Eimern zu schütten. Aber davon ließen sich die Prosdorfer nicht beirren: Schnell wurde zurück ins Festzelt marschiert und auf die Grußworte verzichtet. Die „Perlhütterer Musikanten“ schafften es schon zur Mittagszeit, dass alle auf den Bänken standen.

Am Festumzug durch die Straßen von Prosdorf marschierten 55 Vereine mit. Das Wetter hielt und so konnten sich alle bestens präsentieren. Ein tolles Bild gaben natürlich Festmutter und Festbraut mit Gefolge ab. Und auch die Waldmünchner Wehr war mit fast 100 Teilnehmern stark vertreten und sorgte für gute Laune. Am Abend spielten die „Stoapfälzer Spitzbuam“, das Zelt war übervoll und die Stimmung wirklich am Siedepunkt. Eine Zeit lang hatten die Verantwortlichen tatsächlich die Befürchtung, das Ganze könnte ausufern. Aber alles lief bestens und friedlich ab. Die Zeltwache wurde von der FFW Waldmünchen übernommen und war wegen der intensiven Reinigungsarbeiten kein Zuckerschlecken. In aller Früh musste noch Verstärkung geholt werden, um rechtzeitig vor dem Gartenmarkt wieder alles rein zu haben.

Mit dem Kunst- und Handwerkermarkt am Montag hatte die FFW Prosdorf einen Volltreffer gelandet. Bereits am Mittag war das Areal bestens besucht, viele Aussteller präsentierten ihre Waren. Im Festzelt spielte schon Blasmusik, ideale Bedingungen für einen Familienausflug. Am Abend gaben im Festzelt noch einmal alle richtig Gas mit den „Urwaidlern“. Schon nach kurzer Zeit standen alle auf den Bänken und bescherten den Prosdorfern so einen unvergesslichen Festabschluss. Viele Mitglieder der FFW Waldmünchen zeigten alle vier Tage vollen Einsatz und hatten am Dienstag keine Stimme mehr. Wir sind auf jeden Fall stolz, dass wir so eine tolle Feuerwehr als Patenverein unterstützen konnten. Ein „Glück auf“ der FFW Prosdorf!