Jahresbericht 2016 an Stadt übergeben

24. Mai 2017
Übungen Jugend Damengruppe Vereinsleben
Bürgermeister: "Wehr ist tragende Säule der Gesellschaft"

Auf 72 Seiten wird das Jahr 2016 dokumentiert

 

Lob von allen Seiten konnten die Vertreter der Feuerwehr Waldmünchen am 24. Mai bei der Vorstellung des Jahresberichtes für 2015 in Empfang nehmen. Bürgermeister Markus Ackermann sah die Sicherheit der Waldmünchner bei der Ortswehr in besten Händen, die örtliche Polizei dankte für die gute Zusammenarbeit. Die Familie Pirner vom Pflegestift Waldmünchen ermöglichte mit ihrer Spende den Druck des 72-seitigen Berichts.

 

Im Sitzungssaal begrüßte Bürgermeister Markus Ackermann die Führungsriege der FFW Waldmünchen und zeigte sich tief beeindruckt vom Jahresbericht. In vertrauter Runde werde die Wertigkeit und Kompetenz der Feuerwehr Waldmünchen dargestellt. „Schon beim Durchblättern bin ich als Bürgermeister ganz stolz geworden“, so das Stadtoberhaupt. Der Jahresbericht ist auch in diesem Jahr komplett in Farbe gedruckt. Auf 72 Seiten findet sich alles zum Einsatzgeschehen, zu Übungen und dem Vereinsleben. Einleitend ging Vorsitzender Benjamin Schlegl auf die Notwendigkeit der Dokumentation ein: „Ein Verein kann nur dann fundiert auf seine Geschichte zurückblicken, wenn diese ausreichend dokumentiert ist. Bei der Feuerwehr Waldmünchen hat dies Tradition.“ Benjamin Schlegl dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und allen Hilfsorganisationen. Feuerwehr werde immer als unbezahlbare ehrenamtliche Gemeinschaftsleistung verstanden mit dem Ziel, die Gesellschaft ein Stück weit besser zu machen, so Schlegl. Besonders erwähnte er die Familie Pirner vom DRM-Seniorenheim Pflegestift Waldmünchen für die komplette Finanzierung des Schriftbandes. Er dankte aber auch Dieter Müller für die zeitaufwändige Zusammenstellung des Jahresberichts. Anschließend war es Kommandant Stefan Nachtmann vorbehalten, Einsatzstatistik und Übungen aufzuzeigen. Besonders beeindruckend waren die Anwesenden von insgesamt 8086 Einsatz- und Übungsstunden sowie von 11162 zurückgelegten Kilometern mit den Feuerwehrfahrzeugen. Die Gesamtstunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesteigert. Als besondere Einsätze kamen ein Brand in Geigant, vier Einsatztage in Simbach, diverse Verkehrsunfälle sowie Hochwasserlagen zur Ansprache. Viele Großübungen lassen sich dem Jahresbericht entnehmen, außerdem haben die Wehrleute an vielen Lehrgängen teilgenommen. An den staatlichen Feuerwehrschulen besuchten 16 Personen Lehrgänge, mehrere Leistungsprüfungen wurden absolviert. Mit besonderem Stolz erfüllte ihn die gute Jugendarbeit unter der Federführung von Stefan Schlotterbeck. Alleine die Jugend hatte 1618 Übungsstunden an 55 Übungstagen geleistet.

 

Aus Sicht von Vorsitzendem Benjamin Schlegl war das Vereinsjahr geprägt von vielen arbeitsintensiven Routineveranstaltungen wie Hallenfest, Feuerwehrball oder Maibaumfest. Aber es ergaben sich auch viele Kontakte zu befreundeten Wehren, insbesondere in Tschechien sowie Sonderveranstaltungen. Der Verein hatte diverse Anschaffungen mitfinanziert. „Die Feuerwehr Waldmünchen ist traditionsbewusst, zugleich modern und weltoffen. Das dokumentiert der Jahresbericht und beispielsweise die Integration von unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen“, so der Vorsitzende. In seinen Grußworten zeigte sich Bürgermeister Markus Ackermann tief beeindruckt, wie intensiv und professionell die aktive Mannschaft und der Feuerwehrverein arbeiten würden: „Ihr seid eine tragende Säule in der Gesellschaft. Die geleisteten 8000 Stunden sind ein riesen Ding.“ Im Einsatzbereich und im Kulturellen zeichne sich die Wehr durch stetes Engagement und Vorausblick aus. Auch für die Jugendarbeit sprach Ackermann ein großes Lob aus. Er dankte dem Ehepaar Pirner für die Finanzierung des Jahresberichts. Polizeihauptkommissar Bernhard Schmid nahm den Jahresbericht zum Anlass, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu danken: „Oft wird nicht wahrgenommen, was die Feuerwehr Waldmünchen wirklich leistet.“ Es seien oft auch kleine Einsätze abzuarbeiten, die nicht gesehen würden. Auch Bernd Pirner als finanzieller Unterstützter ging in seinen Gedanken in die gleiche Richtung: „Ich fühle mich als Bürger sehr gut bei der Feuerwehr aufgehoben. Ich bin begeistert von der Ehrenamtlichkeit, das kann man gar nicht hohe genug anerkennen.“ Er erinnerte sich an einen Hochwassereinsatz, bei dem schnelle Hilfe gekommen war. Pirner fühlte sich geehrt, „für die Spende auserwählt worden zu sein“. Spontan überreichte er zusammen mit seiner Frau Mitgliedsanträge für die ganze Familie, was alle Anwesenden sehr beeindruckte und das Stadtoberhaupt animierte, für einen Vereinsbeitritt zur Wehr zu werben.

 

Zuletzt blickte Kreisbrandmeister Andreas Bierl stellvertretend für die entschuldigten Landkreisführungskräfte auf ein erfolgreiches Jahr für die Wehr zurück: „Die Feuerwehr Waldmünchen ist eine Bank und überzeugt durch großes Wissen und Können.“ Bierl pflichtete den Vorrednern bei, dass viele Einsätze von der Bevölkerung gar nicht wahrgenommen würden. Am Ende lud Bürgermeister Markus Ackermann zu einem kleinen Imbiss im Rathaussaal ein.