Alarmfall "MERO" wurde beübt

13. Mai 2017
Großübung bei Rötz bringt wertvolle Erkenntnisse

MERO fordert spezielle Maßnahmen und Kenntnisse

 

Am 13. Mai fand eine großangelegte MERO-Übung im Bereich Rötz und Umgebung statt. MERO bezeichnet die Mitteleuropäische Rohölleitung, welche auf einer Länge von 344 Kilometern Rohöl mit rund 40 Bar Druck von Vohburg bei Ingolstadt in die Nähe von Prag befördert. 56 Kilometer dieser Leitung laufen durch den Landkreis Cham, rund 15 Kilometer durch den Gemeindebereich Rötz. Etwa alle acht Kilometer ist eine Schieberstation eingebaut. Die MERO ist quasi eine Fortsetzung der Transalpinen Rohölleitung von Triest nach Ingolstadt und sichert einen Teil der Rohölversorgung der Tschechischen Republik.

Im Alarmfall, so wie beübt, wurden um 9 Uhr zahlreiche Feuerwehren, Sondereinheiten und Spezialkräfte mobilisiert. Grundlage hierfür ist ein eigener Katastrophenschutz-Sonderplan. Pro Landkreis ist alle drei Jahre eine Übung durchzuführen, dieses Mal traf es den Streckenabschnitt bei Rötz. Zum Örtlichen Einsatzleiter wurde KBI Norbert Auerbeck bestellt, dieser wurde dabei von der UG-ÖEL aus Katzbach unterstützt. 15 Feuerwehren wurden am Samstag um 9 Uhr alarmiert. Die Aufgaben waren: Aufbau von Ölsperren in verschiedenen Gewässern, Aufnahme von Öl in verschiedene Sammelbehälter, Entsenden von Suchtrupps zum Aufspüren der Leckage, Sicherstellung des Brandschutzes und Straßensperrungen. Die FFW Waldmünchen rückte mit dem Tanklöschfahrzeug und dem Pulvermittelanhänger P-250 an und unterstützte mit dem Gasmessgerät.  Außerdem mussten die Anwohner eines nahegelegenen Einsiedlerhofes benachrichtigt werden. Auch Mitarbeiter der Firma MERO Germany waren vor Ort und bewerteten den Übungsverlauf. Nach gut zwei Stunden war die Übung zu Ende.

Im Feuerwehrgerätehaus Rötz fand schließlich eine Abschlussbesprechung statt, bei der sich die Führungskräfte insgesamt zufrieden mit dem Verlauf zeigten. Trotzdem wurden auch einige Mängel ersichtlich, welche nun bearbeitet werden sollen. KBR Michael Stahl und Bürgermeister Ludwig Reger bedankten bei allen Einsatzkräften und luden zu einer Brotzeit ein.