Unvergesslicher Tag in Ulm

27. Januar 2017
Übungen Ausflüge Vereinsleben
Feuerwehr fährt zur Gala nach Ulm

Unvergesslicher Tag in Ulm

 

Für die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gab es für die FFW Waldmünchen bereits viel Lob und Anerkennung, nun war die Wehr zusätzlich noch für den Conrad-Dietrich-Magirus-Award 2016 in der Kategorie „Soziales Engagement“ in die Endrunde nominiert. Am 27. Januar nahm eine Delegation der Wehr zusammen mit Bürgermeister Markus Ackermann und weiteren Führungskräften an der Preisverleihung des „Oskars“ der Branche in Ulm teil.

 

Der Conrad-Dietrich-Magirus-Award wird seit fünf Jahren in den Kategorien „Bestes Feuerwehrteam national“, „Bestes Team international“ und „Soziales Engagement“ verliehen. Für die Endrunde wurden von einer hochkarätigen Jury aus zahlreichen Bewerbungen insgesamt 25 Feuerwehren aus Deutschland und der ganzen Welt nominiert, darunter auch die FFW Waldmünchen. Alleine die Nominierung zählt bei dem begehrten Award bereits als besondere Ehre. Nach einer Abstimmungsrunde im November 2016 standen die Gewinner zwar fest, wurden jedoch erst am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben. Eine Delegation der FFW Waldmünchen war zu einem spannenden Tag in Ulm mit tollem Begleitprogramm bei dem Fahrzeughersteller Magirus geladen. Mit auf den Weg machten sich auch Bürgermeister Markus Ackermann als oberster Dienstherr seiner Wehr sowie die Führungskräfte KBR Michael Stahl, KBI Norbert Auerbeck und KBM Andreas Bierl.

Nach einem Mittagessen in der Personalkantine des Fahrzeugherstellers Magirus kümmerte sich Verkaufsberater Otmar Fassold zusammen mit zwei weiteren Kollegen den ganzen Nachmittag über um die Waldmünchner Gruppe. Alles war bestens nach einem straffen Zeitplan organisiert. Nach einem Gemeinschaftsfoto mit allen Finalisten durften die Waldmünchner zunächst den Fahrzeugaufbau für diverse Arten von Sonderfahrzeugen besichtigen. Egal ob Tanklöschfahrzeug, HLF oder Sonderfahrzeuge, in den einzelnen Produktionslinien konnte der Aufbau von Feuerwehrfahrzeugen hautnah miterlebt werden. Im Gegensatz zur Automobilindustrie verbleiben die einzelnen Fahrzeuge während der Produktion auf dem Standplatz, ein festes Team von Angestellten kümmert sich um den gesamten Aufbau, ein Großteil ist Handarbeit. Besonders beeindruckt zeigten sich alle dann von der Fertigungshalle für Drehleitern, einem Spezialgebiet der Firma Magirus. Von der einzelnen Drehleitersprosse an konnte der Werdegang einer modernen Drehleiter besichtigt werden. Vor allem die Schweißkünste und Präzision in der Handarbeit riefen Erstaunen hervor. Die Führung endete im neu errichteten Excellence Center.

 

Die Anspannung der nominierten Wehren steigerte sich natürlich bis in den Abend hinein. Nach einem kurzen Check-In im Hotel schlüpfte ein jeder in seine Uniform, um rechtzeitig zum Empfang im Congress Centrum Ulm erscheinen zu können. Gleich am Empfang wurde jedes Feuerwehrteam am roten Teppich empfangen und fotografiert, daran schloss sich zunächst ein Stehempfang vor dem Veranstaltungsraum an. Zur eigentlichen Preisverleihung waren zahlreiche Ehrengäste erschienen, insgesamt waren rund 700 Personen anwesend. Der Moderator führte durch ein abwechslungsreiches Programm. Als diesjährige Patin brach die oberste Chefin der London Fire Brigard, Dany Cotton, eine Lanze für alle Feuerwehren auf der Welt und berichtete auch von ihrem eigenen Werdegang. Schließlich kamen noch zwei Einsatzleiter einer der schwierigsten und größten Bergrettungen in der Riesendinghöhle auf die Bühne und berichteten von der 11 Tage andauernden Rettung des Höhlenforschers Johann Westerhauser. Klemens Reindl als Vertreter des österreichischen Einsatzteams und Marko Budic vom kroatischen Bergrettungsteam begleiteten die Moderation. Dann wurde es aber wirklich spannend: Gleich als erstes wurde die Entscheidung in der Kategorie „Soziales Engagement“ bekannt gegeben: Den 1. Platz erreichte die Feuerwehr Erkrath, welche eine große Spendentour zugunsten eines Kinderhospizes veranstaltete. Die Waldmünchner kamen also leider nicht zum Zuge, erhielten aber eine große Urkunde für die Finalteilnahme. Als bestes Feuerwehrteam international wurde das Feuerwehrdepartement Rom für den großen Einsatz im Erdbebengebiet ausgezeichnet. Den Titel „Feuerwehrteam national“ holte sich die Feuerwehr Lehrte und setzte sich damit gegen Simbach/Inn und Bad Aibling durch. Der Abend endete mit einem weiteren Empfang, bei welchem die Waldmünchner jede Menge internationale Feuerwehrleute kennenlernen konnten. Das Ereignis wird sicherlich allen noch lange in Erinnerung bleiben.