Große Übung in Heiligenfeldklinik

20. November 2016
Übungen
Große Übung in Heiligenfeldklinik

Heiligenfeldklinik ist eine besondere Herausforderung!

 

Bei einer Übung in der Heiligenfeldklinik am 20. November mussten zwei Schlauchleitungen verlegt und drei Personen von Atemschutzgeräteträgern gerettet werden. Allen Einsatzkräften wurde eine tadellose Arbeit bescheinigt. Die Übung war letztlich auch Ausfluss aus der Finanzierung von Gurtsystem für die Atemschutzgeräte der FFW Waldmünchen, welche zum Teil von der Heiligenfeldklinik mitfinanziert wurden.

 

Die Heiligenfeldklinik zählt feuerwehrtechnisch zur Kategorie der Sonderbauten und muss schon alleine deshalb immer wieder beübt werden, damit die Hilfeleistung optimal funktioniert. Mit der Durchsage „Brandmeldeanlage ausgelöst, bestätigter Brand“ setzte Kreisbrandmeister Andreas Bierl um 10.30 Uhr die Feuerwehren Waldmünchen, Ulrichsgrün, Althütte, Prosdorf, und Höll in Bewegung. Angenommen wurde ein Brand im zweiten Untergeschoss mit mehreren vermissten Personen. Die FFW Waldmünchen rüstete insgesamt sechs Wehrmänner mit schwerem Atemschutz aus und baute zeitgleich im Hinterhof über die Drehleiter einen Löschangriff auf. Mit Hilfe von Laufkarten machten sich die Atemschutzgeräteträger auf den Weg durch das Gebäude. Die drei Trupps Atemschutz tasteten sich entsprechend vor und begannen umgehend mit der Rettung der drei Personen. Die „Verletzten“ wurden schnellstmöglich aus dem angenommenen Brandraum gebracht. Eine besondere Herausforderung war die Rettung einer Person aus einem Schacht mit Hilfe besonderer Ausrüstung und Schleifkorbtrage. Gleichzeitig kümmerte sich die Besatzung der Drehleiter um den Aufbau eines Löschangriffs im Hinterhof über das Tanklöschfahrzeug. Ein weiterer Löschangriff wurde am HLF 20/16 vor der Klinik aufgebaut.

Die Ortswehren zeichneten sich verantwortlich für die Sicherstellung der Löschwasserversorgung. Als Wasserentnahmestelle dienten der „Sportweiher“ sowie der Stadtbach in der Nähe der Klinik. Es wurden zwei Schlauchleitungen aufgebaut und die Straßen Richtung Ulrichsgrün und vor der Klinik mit Schlauchbrücken abgesichert. Die Förderleitung war bereits eine gute viertel Stunde nach Alarmierung geschlossen.

 

In der anschließenden Besprechung dankte KBM Andreas Bierl den Verantwortlichen der Klinik, Josef Roider und Jürgen Payer, für die Überlassung des Objekts zu Übungszwecken. Das Übungsszenario sei zügig und reibungslos abgearbeitet worden. Er lobte die Schaffung eines Bereitstellungsraumes vor der Erkundung und bat gleichzeitig alle Wehren, noch mehr Rückmeldungen zu geben: „Die Dokumentation zum Einsatzgeschehen hat heute immer mehr Bedeutung, deshalb brauchen wir diese Rückmeldungen.“ Den Aufbau der beiden Förderleitungen überwachte KBI Norbert Auerbeck, der den beteiligten Wehren eine saubere Arbeit bescheinigte. Auch die Schlauchbrücken waren entsprechend gut abgesichert. Personenrettung und Löschangriff wurden von Kommandant Stefan Nachtmann begleitet, der feststellen musste, dass im zweiten Untergeschoss der Digitalfunk zunächst Probleme gemachte habe. Für Bürgermeister Markus Ackermann war die Übung erneut ein Beispiel für beste Zusammenarbeit und Professionalität: „Ihr habt mit Ruhe und Besonnenheit gearbeitet, alle Wehren haben bestens ineinander gegriffen.“ Zuletzt sprach Josef Roider zu den zahlreichen Wehrmännern: „Mit den Feuerwehren haben wir einen starken Partner an unserer Seite. Wir bedanken uns für die langjährige gute Zusammenarbeit und die heute geopferte Freizeit“. Zum Abschluss lud er alle Beteiligten zu einer kleinen Brotzeit ein.