Wir sind Patenverein in Prosdorf!

1. Oktober 2016
Vereinsleben
Wir sind Patenverein bei der FFW Prosdorf!

Nach drei Aufgaben hörten die Prosdorfer:

"Do samma dabei!"

 

Am Paten- und Ehrenpatenbitten der FFW Prosdorf am 1. Oktober vor dem Waldmünchner Gerätehaus haben rund 250 Personen teilgenommen und dann den Spruch „Do samma dabei“ der FFW Waldmünchen zu hören und sehen bekommen. Damit hat die FFW Prosdorf alle Zusagen eingeheimst, so dass einem großen Fest im kommenden Jahr nichts mehr im Weg steht.

Mit einem Großaufgebot marschierten die Prosdorfer zusammen mit der FFW Rannersdorf und der FFW Ulrichsgrün durch die Waldmünchner Straßen hin zum Gerätehaus, wo bereits viele Damen und Herren der FFW Waldmünchen Position eingenommen hatten. Weitere Unterstützung bekamen sie natürlich von der Festmutter, der Festbraut mit Gefolge und den Schirmherren. Und Wolfgang Kürzinger hatte auch gleich seine Bestechungen präsentiert: „Die schenste Festmutter vo ganz Bayern, a Festbraut, die versteht zu feiern, und des guade Bier vom Mühlbauer Brei“. Vorstand Walter Urban ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und forderte zunächst das obligatorische Hinknien. Vorstand Wolfgang Kürzinger blickte zurück auf das damalige Patenbitten der Waldmünchner und dass man damals schon von großer Ehre sprach, weil die Feuerwehr in der großen Stadt den Prosdorfern die Bitte herantrug. Nur sei es umgekehrt und die Prosdorfer brachten ihr Patenanliegen hervor. Wolfgang Kürzinger brachte es in seinen Bitten auf den Punkt: „125 Johar is etz bald her, das gründ woarn is die Prosdorfer Feierwehr. Des möchte ma nächstes Joahr zünftig feiern, weis halt da Brauch ist, bei uns in Bayern.“
Trotz Hinknien auf einem Bankerl und dreimaliger Bitte bekamen die Prosdorfer noch nicht das ersehnte „JA“ zu hören. Da half es auch nichts, dass die Prosdorfer im vergangenen Jahr den Patenverein beim Gründungsfest der FFW Waldmünchen stellten. Die Waldmünchner hatten drei Aufgaben vorbereitet, um die Prosdorfer Vorstandschaft auf Herz und Nieren zu testen, Andreas Bierl und Benjamin Schlegl stellten die einzelnen Aufgaben vor. Im ersten Spiel war die Aufgabe für die beiden Vorstände Wolfgang Kürzinger und Georg Laubmeier noch vermeintlich einfach: Gemeinsam möglichst schnell eine Halbe Bier austrinken – das allerdings aus einer Höhe von zwei Metern mit einem dünnen Silikonschlauch. Da war jede Menge „Saugleistung“ gefragt, was beide aber mit etwas Unterstützung gekonnt meisterten. Das zweite Spiel führte Kommandant Christian Scheuerer hoch hinaus. Eingehängt in die Absturzsicherung und hochgezogen mit Hilfe der Drehleiter musste er mit einer Drahtspitze am Helm Luftballons ein einer Höhe von fünf Metern zum Platzen bringen. Dirigiert wurde er dabei von Festmutter und Festbraut, welche die Zügel in der Hand hatten. Die Aufgabe sorgte für jede Menge Gelächter, war allerdings alles andere als einfach. Schließlich galt es noch, mit Köpfchen und Teamgeist die dritte Aufgabe zu lösen: Ein Bier in ein Glas einschenken, ohne dieses zu berühren und das in einem Abstand von rundherum je fünf Metern. Auch das bewältigten die Prosdorfer meisterhaft. Am Ende hatten Sie aber drei Tafeln mit den Worten „Do samma dabei!“ ergattert und somit die heiß ersehnte Zusage der Waldmünchner.

Damit war das Ganze aber nicht zu Ende. Als nächstes wandte sich Wolfgang Kürzinger an die Kollegen aus Rannersdorf und Ulrichsgrün: „Denkt hamma sofort in da Nachbarschaft an de Feierwehren, und ham im Festausschuss überlegt, wen hätt ma do gern. In dere Sitzung war des a Gschroa und a Gfetz, lauter super Wehren - drum hamma uns denkt mir nehma einfach zwoa.“ Aber auch die beiden anderen Wehren wollten nicht einfach so ihr Ja-Wort geben, sie hatten sich gemeinsam eine Aufgabe einfallen lassen: Dafür mussten beiden Vorstände sowie Festmutter und Festbraut erneut ran. Im Team und ohne wirklich zu sehen, was Hände und Gesicht so machen, mussten ein Weißbier eingeschenkt und ein Wienerl gegessen werden. Das war dann eine ziemliche Schmiererei im Gesicht und gute Unterhaltung für die rund 250 Zuschauer. Nach diesen Aufgaben zeigten sich Rannersdorf und Ulrichsgrün gnädig und erteilten ihre Zustimmung, als Ehrenpatenverein zu agieren.

In der Fahrzeughalle der FFW Waldmünchen wurden schließlich zu einer Brotzeit und dem Anzapfen der Bierfässer eingeladen. Schirmherr Mühlbauer zapfte mit einem Feuerwehrhelm das Faß der Brauerei Mühlbauer, welche zum Fest den Gerstensaft liefern wird, sehr gekonnt an und so stand dem geselligen Teil nichts mehr im Weg. Dazu sorgte die Musikkapelle „Volles Rohrblech“ für die nötige Stimmung und vor allem auch für den bei der Wehr beliebten Klassiker „Böhmischer Traum“ oder „Tiroler Land“. Einem kurzweiligen Abend stand somit nichts mehr im Weg und die Prosdorfer konnten mit allen Zusagen in ihr Heimatdorf zurückkehren. Das Fest der FFW Prosdorf findet vom 2. bis 5. Juni 2017 statt. Wir freuen uns schon heute auf die tollen Festtage!