Übungsabend in Eglsee

27. Juli 2016
Übungen
Gemeinschaftsübung KBM-Bereich Waldmünchen

Gemeinschaftsübung brachte wertvolle Erkenntnisse

 

Gleich neun Feuerwehren haben am 27. Juli eine Großübung in Eglsee abgehalten. Es wurde der Brand einer Biogasanlage auf dem Hof der Familie Eiber mit drei vermissten Personen angenommen. Die Führungskräfte bescheinigten den eingesetzten Kräften eine saubere Arbeit und sprachen von wertvollen Erfahrungen in der Anwendung des Digitalfunks.

 

Das Anwesen der Familie Eiber in Eglsee war ein passendes Objekt, um das Zusammenspiel der Wehren und den Digitalfunk mit seinen erweiterten Möglichkeiten auf Herz und Nieren zu testen. Um 19.30 Uhr setzte Kreisbrandmeister (KBM) Andreas Bierl die Feuerwehren Biberbach, Ast, Höll, Schäferei, Spielberg, Steinlohe, Treffelstein, Untergrafenried und Waldmünchen mit einem entsprechenden Funkspruch in Bewegung. Die Übung wurde von den Kreisbrandmeistern Michael Sturm, Christian Bauer und Manfred Schneider sowie von Kreisbrandinspektor (KBI) Norbert Auerbeck beaufsichtigt. Die erste Feuerwehr traf um 19.33 Uhr in Eglsee ein, die letzte dann um 19.46 Uhr. An der Einsatzstelle sollten zwei Leitungen für die Löschwasserversorgung aufgebaut werden: Eine Leitung wurde aus einer nahen Zisterne gespeist, für die andere Leitung wurde das Löschwasser aus einem weiter entfernten Weiher angesaugt. Die Feuerwehren Treffelstein und Waldmünchen kümmerten sich um die Brandbekämpfung und die Personenrettung. Beide Wehren stellten je zwei Atemschutztrupps, die drei vermissten Personen wurden sehr schnell, nach nicht einmal 20 Minuten, gefunden. Zum ersten Mal wurde mehrere Einsatzabschnitte (Brandbekämpfung, Wasserförderung, Atemschutz) gebildet und der Funkverkehr in drei verschiedenen Gruppen vorgenommen. Der Digitalfunk ermöglicht hier eine schnellere und bessere Anwendung. Das Führungsfahrzeug der FFW Waldmünchen wickelte die Einsatzabschnitte, die erforderliche Dokumentation und den Funkverkehr dieser Gruppen ab. Gegen 20.30 Uhr konnte das Ende der Übung erklärt werden.

In seinen abschließenden Worten konnte KBM Andreas Bierl ein positives Fazit mit wertvollen Erkenntnissen ziehen. „Es war die erste große Übung, welche ausschließlich im Digitalfunk abgewickelt worden ist.“ Die Trennung der Gruppen habe sehr gut funktioniert, ein zentrales Führungsfahrzeug ermögliche eine gute Koordination. Er bedankte sich für die zahlreiche Teilnahme und sprach den „Brandleidern“ seinen Dank für die Überlassung des Anwesens als Übungsobjekt aus. Seine Kreisbrandmeisterkollegen bescheinigten den Wehren eine saubere Arbeit, die Wasserförderung habe sehr gut funktioniert. Für KBI Nobert Auerbeck war besonders die stattliche Zahl der Teilnehmer beeindruckend. Er ermutigte alle, weiterhin am Digitalfunk zu arbeiten. Stefan Eiber spendierte zum Schluss Getränke und resümierte: „Die Gefahren von Biogasanlagen sind vielfältig. Zum Glück gibt es aber viele Leute, die gerne helfen wollen.“