Bergwacht stellt neue Ausrüstung vor

5. November 2019
Übungen
Die Bereitschaft Furth im Wald rückte mit 2 Fahrzeugen an

Tolle Technik für Personensuchen und große Schadenslagen

 

Beim Übungsabend am 5. November hatte die Feuerwehr Waldmünchen Josef Hofstetter und Andreas Kaufmann von der Bergwacht Furth im Wald zu Gast, um sich über deren neue Fahrzeuge sowie die Einsatzmöglichkeiten der dort stationierten Drohnen zu informieren. Besonders beeindruckte dabei, welche umfangreichen Möglichkeiten bei Personensuchen zur Verfügung stehen.

 

Die beiden Vertreter der Bereitschaft Furth im Wald rückten mit zwei Fahrzeugen an, darunter der erst in diesem Jahr beschaffte VW Amarok, der eine Patientenliege beinhaltet und auf dem auch ein abnehmbarer Patientenschlitten installiert ist. Hauptsächlich jedoch sollte sich der Abend um das LKLD-Fahrzeug drehen, welches mit umfangreicher Technik für großflächige Einsatzlagen wie zum Beispiel Personensuchen ausgestattet ist. Das Fahrzeug ist eines von sieben in ganz Bayern und für den gesamten Bayerischen und Oberpfälzer Wald zuständig. Zunächst informierte Josef Hofstetter in einem theoretischen Teil über die Technikgruppe der Bergwacht, denn LKLD steht für Lokalisation, Kommunikation, Lagebeschreibung und Dokumentation. Die neue Gruppe steht den Einsatzkräften der Region bei Einsätzen mit technischer Ausstattung und Know-how zur Verfügung, etwa bei Groß- und zeitaufwändigen Sucheinsätzen. Das LKLD-Fahrzeug (ein T5) beinhaltet Funkgeräte (u.a. Digitalfunk und Flugfunk), PCs mit Kartenmaterial, einen Satz GPS-Geräte mit entsprechender Auswertungssoftware, eine mobile Wärmebildkamera sowie zwei Drohnen mit Zubehör für Sucheinsätze und andere Großschadenslagen. Die Further Bergwacht hat mit dieser Ausstattung ein Alleinstellungsmerkmal unter den Bereitschaften in Ostbayern erhalten. Hofstetter verdeutlichte, dass das Einsatzgebiet von Passau bis Weiden gehe, außerdem auch noch bis Kehlheim. Die Einrichtung in diesem Fahrzeug wurde in vielen ehrenamtlichen Stunden zum Teil selbst eingebaut und ausgetüftelt, und seit der Anschaffung im April 2017 wurde die Technik kontinuierlich verbessert und ausgebaut. So beinhaltet die Ausrüstung mittlerweile auch zwei hochmoderne Drohnen, die der Mannschaft der FFW Waldmünchen ausführlich demonstriert wurden. Eine Drohne ist mit einer Wärmebildkamera, mit Scheinwerfern und sogar mit einem Lautsprecher ausgerüstet. Die Bilder lassen sich auf einen Bildschirm übertragen. Der Einsatz der beiden Drohnen über dem nächtlichen Himmel war sichtlich beeindruckend und gleichzeitig eine wichtige Erkenntnis für etwaige Einsatzlagen.

Die neue Einheit kann sowohl über den Bergwachtleiter des Landkreises als auch über die Leitstelle Regensburg alarmiert werden. Die Führung der FFW Waldmünchen bedankte sich bei den beiden Bergwachtlern für den erkenntnisreichen Abend mit einem kleinen Präsent sowie FFW-Tassen.