Viele Herausforderungen warteten

25. September 2019
Übungen
Große Übung im Rahmen der Aktionswoche

10 Feuerwehren arbeiten Hand in Hand

 

Das Anwesen der Familie Grassl in Höll war Schauplatz der Übungsaktion der Waldmünchner Wehren am 25. September. Angenommen wurde der Brand der dortigen Biogasanlage mit einem Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Werkstatt. Gleich drei Schlauchleitungen wurden zum Übungsobjekt hin aufgebaut und am Ende zeigten sich alle mit der Leistung der Wehren zufrieden.

 

Um 19 Uhr setzte Kreisbrandmeister Andreas Bierl die Feuerwehren Hocha, Ulrichsgrün, Spielberg, Herzogau, Prosdorf, Schäferei-Kümmersmühle, Untergrafenried, Höll, Ast und Waldmünchen in Bewegung. Biogasanlagen an sich sind für die Feuerwehren schon eine Herausforderung, die Übungsleiter hatten aber noch weitere Besonderheiten eingebaut: So sollten insgesamt zwei Personen gerettet, ein Gashahn abgedreht sowie eine dreifache Riegelstellung zum Schutz angrenzender Häuser und Stallungen aufgebaut werden. Als erste vor Ort war die Feuerwehr Höll, die für die Wasserversorgung aus einem Hydranten sorgte und zusammen mit Untergrafenried einen ersten Löschangriff aufbaute. Die Feuerwehr Waldmünchen schickte fünf Atemschutzgeräteträger in die Anlage, um eine vermisste Person zu finden; dies erledigten die Einsatzkräfte sehr zügig. Am Wohnhaus sollte eine Person auf dem Balkon gerettet werden. Hierzu brachte die FFW Untergrafenried die Steckleiter in Position und sicherte die Person mit der Feuerwehrleine ab. Mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug wurde außerdem ein weiterer Löschangriff von der oberen Seite des Anwesens aufgebaut. Und schließlich musste dann noch ein Atemschutzträger aus dem Bereich einer technischen Anlage gerettet werden. Für die Löschwasserversorgung aus einem nahen Bach zeichneten sich die Wehren aus Prosdorf, Hocha und Spielberg verantwortlich, die zusammen mit weiteren Feuerwehren Schlauchleitungen verlegten. Das gesamte Einsatzgeschehen und die Überwachung der Atemschutzträger wurde über ein Waldmünchner Fahrzeug gesteuert und dokumentiert. Knapp eine Stunde nach Übungsbeginn konnte KBM Andreas Bierl die Übung beenden.

In der anschließenden Besprechung sprach KBM Bierl von einer besonderen Herausforderung für die beteiligten Wehren, da gleich eine dreifache Riegelstellung aufgebaut werden musste. Außerdem hatten einzelne Kommandanten erstmals mehr Verantwortung, weil sie die Abschnittsleitung für die jeweilige Schlauchleitung hatten, was normalerweise die Kreisbrandmeister beaufsichtigen. „Wir müssen hier noch mehr darauf achten, klare Anweisungen zu geben“, so sein einziger Kritikpunkt. Er zeigte sich aber genauso wie seine Kreisbrandmeisterkollegen Michael Sturm, Christian Bauer und Manfred Schneider insgesamt zufrieden. KBI Norbert Auerbeck übermittelte den Dank des neu gewählten Landesvorsitzenden des Feuerwehrverbandes sowie die große Wertschätzung von Bürgermeister Markus Ackermann, der an diesem Tag terminlich verhindert war. Und auch Polizeihauptkommissar Christian Pongratz war Beobachter, um die Verbundenheit zu den örtlichen Wehren zu zeigen: „Ihr seid schlagkräftig und ich weiß, dass es viel Arbeit ist, das konditionierte Verhalten zu trainieren.“ Polizei und Feuerwehren würden Hand in Hand arbeiten und dafür sei er sehr dankbar. Zuletzt bedankte sich auch der „Brandleider“ selbst, dass sein eng zusammengebautes Anwesen als Übungsobjekt auserkoren wurde. Er stellte Getränke für alle Beteiligten bereit.