Mehr Sicherheit bei den Trenckfestspielen

4. Juli 2018
Übungen Anschaffungen
Anschaffung eines "PowerCafs" für das Spiel mit dem Feuer

Den Trenckplatz nicht abfackeln – PowerCafs als Kooperationsprojekt

 

Das Spiel mit dem Feuer ist für die Panduren – egal ob hoch zu Ross oder einfach nur zu Fuß – bei den einzelnen Aufführungen selbstverständlich und es bereichert die nächtlichen Darstellungen immens. Aber nachdem das Ganze auch nicht ungefährlich ist, hat der Verein der Trenckfestspiele nun unterstützt von der Firma Bavaria ein spezielles Löschgerät angeschafft, welches im Ernstfall gezielt eingesetzt werden kann. Die FFW Waldmünchen wird sich außerhalb der Festspielsaison um die Aufbewahrung kümmern.

 

Beim Sturm auf die Stadt werfen die Panduren die selbstgefertigten Fackeln über den Platz und über die Mauer auf die simulierte Stadtsilhouette. Dort befinden sich aber auch viele Sträucher und Bäume sowie ein angrenzendes Haus, so dass jedes Mal ein nicht unerhebliches Risiko eines Brandes besteht. Tatsächlich musste man schon bei manchen Aufführungen tätig werden und kleinere Brände löschen. Auch starker Funkenflug der drei Feuer auf dem Festspielplatz ist bei starkem Wind nicht zu unterschätzen. In der Vergangenheit haben die Panduren bereits daraus gelernt: Seit einigen Jahren unterstützt auch deshalb die Feuerwehr Waldmünchen jede Aufführung mit einer „Sicherheitswache“, um im Ernstfall schnell und zielgerichtet eingreifen zu können. Beim Sturm auf die Stadt steht meistens ein Feuerwehrler hinter der Mauer, um bei Bedarf eingreifen zu können.

Nunmehr hat der Verein der Trenckfestspiele mit Unterstützung der Firma Bavaria ein besonderes Löschgerät mit dem Namen „PowerCafs“ erworben. Es handelt sich dabei um einen quasi schnell wieder befüllbaren Feuerlöscher, der überdies auch noch eine größere Wurfweite vorweisen kann. Am 4. Juli 2018 zeigten Helmut Windmeißer und Stephanie Aumeier den Verantwortlichen vom Trenckverein, von den Schwarzen Panduren und von der FFW Waldmünchen die praktische Handhabung dieses Gerätes. Alois Frank von den Trenckfestspielen freute sich über die gelungene Kooperation mit der Feuerwehr und äußerte die Hoffnung, dass dieses Gerät möglichst wenig gebraucht werde. Es könne künftig auf dem Festspielplatz sowie bei den einzelnen Festen eingesetzt werden. Während der Saison wird das Löschgerät am Festspielgelände aufbewahrt, die übrige Zeit bei der Feuerwehr Waldmünchen. „Es ist eine Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten“, so Alois Frank. In einer fast einstündigen Demonstration erklärte sodann Helmut Windmeißer von der Firma Bavaria den Umgang mit dem Feuerlöscher, der Hochdruckschaum erzeugen und sehr weit auswerfen kann. Im Gegensatz zu normalen Feuerlöschern wird der Druck über eine separate Druckluftflasche mit 300 Bar erzeugt. Mit zirka 18 Bar wird der Schaum dann ausgebracht. In den Behälter passen zehn Liter Löschmittel. Der Schaum wird über eine kleine Pistole zielgerichtet auf die Brandstelle befördert. Und das Besondere: Die Schaumqualität kann von nass bis trocken gezielt reguliert werden. Das Löschgerät ist für Brände der Brandstoffklasse A, also für feste Materialien wie Holz, gedacht. Aufgrund der großen Wurfweite ist das Gerät bestens für den Einsatz auf dem Festspielgelände geschaffen. Innerhalb weniger Minuten ist das Gerät dann nach dem Einsatz zerlegt und kann mit neuem Schaummittel aufgefüllt werden.

Die vielen Interessierten von Trenckverein und Feuerwehr konnten sich schließlich in praktischen Übungen von der Qualität und der Handhabung dieses speziellen Löschgeräts überzeugen. Erstaunt waren viele, wie klebriger trockener Schaum ist und dass dieser auch sehr gut an Wände oder Ähnliches zum Schutz vor Flammen angebracht werden kann. Für die nunmehr kommenden Aufführungen ist damit wieder für ein Stück mehr Sicherheit auf dem Trenckfestspielplatz gesorgt. Denn gerade bei trockener Witterung kann die Sache mit dem Feuer schnell gefährlich werden.