Schneefälle sorgen für mehrere Einsätze

Auch wenn der östliche Landkreis nicht so stark betroffen war wie die Regionen um Roding und um den Arber, so gab es am 3. und 4. Februar 2019 doch einige schneebedingte Einsätze für die Feuerwehren im Gemeindebereich von Waldmünchen. Am 4. Februar um kurz vor 6 Uhr rutschte ein Auto kurz vor Beckenhöhle in den Graben, das Auto prallte gegen mehrere Bäume und verkeilte sich, der Fahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

 

Die Schneemassen setzten vor allem den Bäumen zu und brachten bereits am Sonntagmittag einige zum Brechen. Unter anderem waren die Feuerwehren Untergrafenried, Prosdorf, Spielberg und am Abend auch die Feuerwehr Waldmünchen unterwegs, um umgestürzte Bäume oder große Äste von den Straßen zu entfernen. Um zirka 18.30 Uhr wurde in Richtung Engelmannsbrunn ein Baum in einer Stromleitung gemeldet. Bei Eintreffen der FFW Waldmünchen zusammen mit KBM Andreas Bierl stellte sich jedoch heraus, dass es sich nur um eine Telefonleitung handelte. Die Gefahr konnte zügig beseitigt werden.

Am Montagmorgen um 5.55 Uhr alarmierte die Leitstelle in Regensburg die Feuerwehren Waldmünchen, Döfering, Prosdorf, Herzogau und Geigant zu einem Verkehrsunfall nahe der Abzweigung nach Zillendorf. Die FFW Waldmünchen rückte aus mit Drehleiter, Mehrzweckfahrzeug, HLF 20/16 sowie V-LKW mit Verkehrssicherungsanhänger. Ein Auto war aufgrund schneeglatter Fahrbahn von der Straße abgekommen, eine gute fünf Meter tiefe Böschung hinabgestürzt und kam schließlich in der Nähe der Bahnschienen der Linie Waldmünchen-Cham an einem Baum zum Liegen. Der Fahrer des PKWs wurde dabei eingeklemmt. Zur Unfallstelle eilten auch KBI Norbert Auerbeck und KBM Andreas Bierl. Der Rettungsdienst schickte Hilfe von den Maltesern sowie vom BRK und der Bereitschaft aus Waldmünchen. Der Einsatz des Rettungsdienstes wurde von Michael Daiminger geleitet. Als Notarzt war Petr Jirmásek vor Ort. Die Staatsstraße 2146 musste für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen komplett gesperrt werden. Aufgrund der Nähe zur Bahnlinie ließen die Führungskräfte auch die Bahnlinie Waldmünchen-Cham sperren, damit die Einsatzkräfte sicher an der Unfallstelle arbeiten konnten. Der zuständige Bahnmanager wurde kontaktiert und suchte die Einsatzstelle selbst auf.

Die Unfallstelle war wegen der Böschung sowie der großen Schneemassen für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich. Mit Hilfe von Steckleiterteilen wurde eine Art Treppe gebaut, um die notfallärztlichen Maßnahmen bewerkstelligen und sicherstellen zu können. Wegen der noch morgendlichen Dunkelheit wurde die Einsatzstelle mit Hilfe von Lichtmasten ausgeleuchtet. Der eingeklemmte Fahrer musste mit dem hydraulischen Rettungssatz aus dem Fahrzeug befreit werden, indem ein Zugang an der Fahrerseite in das Blech geschnitten wurde. Mit Hilfe der Schleifkorbtrage wurde der Verunfallte schließlich in einen Rettungswagen verbracht. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, welcher den Verletzten in ein Krankenhaus flog. Der Einsatz der Hilfskräfte war nach zirka zwei Stunden beendet. Die Polizeistation Waldmünchen hat die Ermittlungen zur Unfallursache sowie zur Schadenshöhe aufgenommen.


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung Große Schleife - 170
Einsatzstart 4. Februar 2019 05:55
Einsatzdauer 2 Stunden
Fahrzeuge MZF
HLF 20/16
V-LKW
Sicherungsanhänger Verkehr