Vermisstensuche mit gutem Ende

Vermisstensuche mit doch noch glücklichem Ende

 

Am Morgen des 1. Mai 2018 wurden zunächst nur die Feuerwehr Spielberg, die UG-ÖEL Katzbach, KBI Norbert Auerbeck und KBM Andreas Bierl nach Spielberg alarmiert, wo bereits seit Mitternacht Kräfte der Polizei sowie der Rettungshundestaffel nach einer vermissten 35-jährigen Frau suchten. Die Frau war seit Montagabend abgängig und es lag nahe, dass ihr etwas zugestoßen sein könnte. Der Polizeihubschrauber „Edelweiß 7“ war bereits in der Nacht im Einsatz, jedoch ebenfalls ohne Ergebnis. Deshalb entschied die Polizei am Morgen die Hinzuziehung von Kräften der Feuerwehr.

Für die FFW Waldmünchen rückten bereits um 08:02 erste Kräfte im Rahmen der Unterstützung der UG-ÖEL nach Spielberg aus, wo zusammen mit den Führungskräften schließlich das weitere Vorgehen geplant wurde. Nach Lageerkundung und diversen Absprachen mit Polizei und Rettungshundestaffel wurde schließlich entschieden, weitere Feuerwehren nachzualarmieren, um die Wege und Forststraßen in der Umgebung mit Einsatzfahrzeugen systematisch absuchen zu können. Hierzu wurden von der UG-ÖEL zusammen mit KBM Andreas Bierl entsprechende Einsatzaufträge herausgearbeitet. Die Nachalarmierung erfolgte um 09:14 Uhr für die Feuerwehren Schäferei-Kümmersmühle, Ast, Treffelstein, Biberbach, Hocha, Steinlohe, Untergrafenried und Waldmünchen. Als Bereitstellungsraum wurde ein Anwesen am Ortsrand von Spielberg auserkoren. Auch KBR Michael Stahl kam zum Einsatzgeschehen hinzu. In den folgenden zwei Stunden wurde das Gebiet um Spielberg entsprechend abgesucht. Einige Feuerwehren erstellten auch Verkehrsabsicherungen, damit die über 20 Rettungshunde mit ihren 60 Betreuern ungehindert und gefahrenlos arbeiten konnten. Glücklicherweise hatte die „Rettungshundestaffel Bayerwald“ gerade eine mehrtägige Fortbildung in Waldmünchen, so dass hier auf einen großen Pool zurückgegriffen werden konnte. Parallel zu diesen Suchaktionen flog der Polizeihubschrauber weitere Gebiete und auch angrenzende Seen ab. Alle Suchaktionen blieben jedoch ergebnislos.

Kurz vor Mittag stellte die Polizei zusammen mit den Führungskräften fest, dass alle denkbaren Maßnahmen ergriffen wurden und gegenwärtig die Feuerwehren nicht mehr benötigt würden. Die Feuerwehr-Einsatzleitung konnte daher den Einsatz für beendet erklären. Die Rettungshundestaffel hingegen suchte das Gelände im Umkreis von 1 Kilometer noch weiter ab.

Am Nachmittag entdeckten Kameraden der FFW Untergrafenried die vermisste Person, als sie durch die Ortschaft vorbei am Gerätehaus ging. Der Vermisstenfall nahm daher ein glückliches Ende.


Einsatzart Sonstige Tätigkeiten
Alarmierung Schleife 170
Einsatzstart 1. Mai 2018 08:02
Fahrzeuge MZF
TLF 16/25
SW 2000